00 / Fallstudie
Weniger Architektur.
Mehr Magazin.
Die M&A Review berichtet seit 1990 über Fusionen und Übernahmen. Als die Gruppe zu mir kam, hatte sie gerade eine erhebliche Summe für eine Website bezahlt, die am Ende technisch viel zu komplex war. Und man merkte es: langsame Seiten, fehlende Funktionen und eine Paywall, die niemanden draußen hielt. Ich habe sie als eine einzige Statamic-Website neu gebaut, die zuverlässig funktioniert, und entwickle sie seitdem zusammen mit dem Kunden beständig weiter.
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03
Marken
in einer Seite -
430
Ausgaben,
seit 1990 -
2,169
Alte URLs,
ohne 404 -
00
Passwörter
zurückgesetzt
- Kunde
- M&A Media Services GmbH
- Rolle
- Alleiniger Entwickler
- Stack
- Statamic
- Zeitraum
- 2025 bis heute
01 / Ausgangslage
Gebaut hatte die Website eine namhafte Agentur, und bis sie bei mir ankam, war sie durch mehrere Hände gegangen. Darunter lag ein Statamic-Backend, das selbst nichts ausgab, und zwei Next.js-Anwendungen (eine pro Magazin), die das machten, was ein Template genauso gekonnt hätte. Unterwegs waren Funktionen gestrichen worden, und was übrig blieb, war langsam und anfällig. Im Code der Seite stieß ich auf zahlreiche Probleme:
Zwei Frontend-Anwendungen, von denen die zweite eine Kopie der ersten war, getrennt gebaut und ausgeliefert, jede Korrektur musste also zweimal gemacht werden
Eine Paywall, die im Browser lief. Jeder Artikel, bezahlt oder nicht, wurde vollständig mit der Seite ausgeliefert und erst nach der Ankunft ausgeblendet
E-Paper wurden Ordner für Ordner per FTP hochgeladen, ganz ohne Paywall, nur mit einer schwer zu erratenden Adresse
Ein Seitenbaukasten, in dem fast jeder Block eigene Einstellungen für Hintergrund, Overlay und Abstände mit sich schleppte, was jede Änderung langsam machte und das Control Panel noch langsamer
Artikellisten, die erst nach dem Laden im Browser entstanden und damit in dem HTML fehlten, das Suchmaschinen lesen
2.686 Weiterleitungen von der alten Website, fest im Code, nicht ohne Deployment änderbar
Nichts davon brauchte eine Headless-Architektur. Ein Magazin besteht aus Seiten, Listen und einem Login, und genau dafür ist Statamic das passende Werkzeug.
02 / Anforderungen
- Das Archiv behält seine Adressen
- Die M&A Review erscheint seit 1990, und ihre Artikel sind weit außerhalb der eigenen Website verlinkt. Jede alte Adresse musste irgendwo sinnvoll ankommen, damit wurde die Weiterleitungsliste zu einem Feature und nicht zu einer Randnotiz.
- Abonnenten behalten ihren Zugang
- Die Leserschaft ist mit den Passwörtern umgezogen, die sie ohnehin hatte. Keine Rücksetzaktion, keine Lücke im Zugang und keine Warteschlange im Support von Menschen, die nicht mehr an etwas herankommen, wofür sie bezahlt haben.
- Institutionen bleiben im Abo
- Universitäten und Unternehmen abonnieren über IP-Bereiche oder E-Mail-Domains statt über einzelne Zugänge. Dieser Zugang musste Gruppe für Gruppe mitkommen, für IPv4 wie für IPv6.
03 / Was ich gebaut habe
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B/01
Eine Installation, drei Magazine
Alle Marken teilen sich Templates, Komponenten und Inhalte. Eine Marke ist ein Farbthema mit eigenen Einstellungen. Für die britische Ausgabe im Juni 2026 brauchte es deshalb nur ein paar Einstellungen im Control Panel und keine neue Anwendung.
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B/02
Eine Paywall auf dem Server
Über den Zugang wird entschieden, bevor die Seite gerendert wird. Wer ihn nicht hat, bekommt den Artikel gar nicht erst. Die Abos laufen über Stripe, Universitäten und Unternehmen kommen über IP-Bereich oder E-Mail-Domain hinein. Die Seiten bleiben im Cache, der bezahlte Teil wird erst nachgeladen, wenn der Zugriff geklärt ist.
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B/03
E-Paper
Das E-Paper einer Ausgabe besteht aus mehreren hundert Dateien in einem Dutzend Ordnern. Die Redaktion lädt es heute als eine einzige ZIP-Datei im Control Panel hoch, wo sie automatisch entpackt und dort abgelegt wird, wo sie niemand direkt öffnen kann. Zugang gibt es auch hier nur mit Abo.
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B/04
Das Archiv
Das Archiv der M&A Review zurück bis Januar 1990, mit jedem Artikel verknüpft zu seiner Ausgabe und seinen Autoren. Die 2.169 Weiterleitungen von der alten Website liegen im Control Panel, wo die Redaktion eine davon ändern kann, ohne einen Entwickler zu fragen.
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B/05
Schnell von Haus aus
Die Seiten werden auf dem Server gerendert und aus dem Cache ausgeliefert, die Leserschaft bekommt also fertiges HTML statt einer Seite, die sich im Browser zusammensetzt. Nur die Teile, die davon abhängen, wer angemeldet ist, werden dynamisch nachgeladen.
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B/06
Ein neuer Seitenbaukasten
Die Redaktion wählt einen Abschnitt und füllt den Inhalt ein, das Layout steht bereits fest. Ausgaben, Titelbilder und Artikel kommen von dort, wo sie ohnehin liegen, auf den neuen Seiten aktualisiert eine Veröffentlichung deshalb alles, was sie zeigt.
04 / Was sich geändert hat
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Was zu pflegen ist
- Vorher
- Ein Headless-Statamic-Backend und zwei fast identische Next.js-Anwendungen.
- Nachher
- Eine Statamic-Website.
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Ein bezahlter Artikel
- Vorher
- Vollständig an jeden Besucher ausgeliefert und dann im Browser ausgeblendet.
- Nachher
- Auf dem Server gerendert, nur für Leser mit Zugang.
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Ein E-Paper veröffentlichen
- Vorher
- Ein Ordner per FTP hochgeladen, versteckt hinter einem zufälligen Namen.
- Nachher
- Eine ZIP-Datei im Control Panel, hinter derselben Paywall wie die Artikel.
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Eine neue Ausgabe veröffentlichen
- Vorher
- Mehrere Seiten von Hand bearbeitet, um die neuen Inhalte einzusetzen.
- Nachher
- Einmal veröffentlicht. Seiten im neuen Baukasten aktualisieren sich selbst.
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Ein Magazin starten
- Vorher
- Die gesamte Anwendung kopieren, dann getrennt bauen und ausliefern.
- Nachher
- Eine neue Website mit eigenem Theme und eigenen Einstellungen. So ist M&A Review UK gestartet.
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Eine Weiterleitung ändern
- Vorher
- Eine Codedatei mit 13.500 Zeilen bearbeiten und neu ausliefern.
- Nachher
- Im Control Panel bearbeitet.
05 / Laufende Arbeit
Der Seitenbaukasten wird Abschnitt für Abschnitt abgelöst. Mit jeder Seite, die umzieht, verschwinden auch die Altlasten: ungenutzte Bilder und Dateien und Code für Umwege, die es nicht mehr braucht.
Ein einfacheres Zugangsmodell ist gebaut und startbereit. Statt für jeden Artikel Abonnentengruppen auszuwählen, setzt die Redaktion pro Magazin eine Voreinstellung (frei, registriert oder Abo), getrennt für Artikel und E-Paper, und markiert einzelne Artikel oder Ausgaben dort als frei, wo es nötig ist.
Jetzt, wo die Website läuft, wie sie soll, verschiebt sich der Fokus auf neue Funktionen. Der Kunde hat eine lange Liste davon geplant.
06 / Nächster Schritt
Etwas Ähnliches geerbt?
Ein Aufbau, der stecken geblieben ist, oder ein Code, den niemand anfassen will. Zeigt mir, in welchem Zustand er ist, und Ihr bekommt eine ehrliche Antwort darauf, ob sich die Rettung lohnt.