00 / Fallstudie
Elf Websites, eine Agentur,
eine Arbeitsweise.
Eine Markenagentur schickt mir ein fertiges Design und einen Termin. Ich baue die Website, bringe sie online und halte sie am Laufen. Elf davon in neunzehn Monaten, für Immobilienprojekte und die Unternehmen dahinter. Alle unter dem Namen der Agentur: Ihr Team legt neue Seiten an und pflegt Inhalte im Control Panel ohne Entwickler, und ihre Kunden haben nie von mir gehört.
-
11
Websites in der
Zusammenarbeit -
08
Neu
gebaut -
03
Von anderen
übernommen -
00
Add-ons zu
aktualisieren
- Kunde
- Eine Marken- und Kommunikationsagentur
- Rolle
- White-Label-Entwicklungspartner
- Stack
- Statamic
- Zeitraum
- 2025 bis heute
01 / Ausgangslage
Die Agentur gestaltet, aber entwickelt keine Seiten selbst. Anfang 2025 beauftragte sie mich mit einer ersten Website als Testlauf.
Um mich für weitere Projekte zu qualifizieren, war es wichtig, dass das Ergebnis stimmte. Die Redaktion musste sie ohne mich bedienen können, und ein anderer Entwickler musste sie ohne Übergabegespräch übernehmen können.
Elf Websites später gilt dieselbe Abmachung. Die Agentur behält den Kunden, ich baue und pflege, und mein Name taucht nirgendwo auf. Drei der elf kamen von dem Entwickler davor. Fertiger Code, keine Dokumentation, und alles bereits online, ich musste es also von Anfang an richtig machen.
02 / Anforderungen
- Immer eine andere Marke
- Jedes Projekt hat seine eigene Identität, optisch gibt es also keine Überschneidungen. Was wiederverwendet wird, muss unter dem Design liegen, wo es nicht bestimmen kann, wie eine Seite aussieht.
- Die Agentur veröffentlicht selbst
- Dort werden täglich Inhalte gepflegt, und es gibt keinen Entwickler. Alles, was sich nach dem Start ändern muss, muss jemand ändern können, der den Code nie gesehen hat. Und das, ohne die Seite zu zerlegen, auf der es steht.
- Zweisprachig von Anfang an
- Fast jede Website startet am ersten Tag auf Deutsch und Englisch. Die zweite Sprache lässt sich also nicht nachträglich anschrauben. Jedes einzelne Label muss von Anfang an übersetzbar sein.
- Jeder kann übernehmen
- White-Label-Arbeit lohnt sich nur, wenn daraus keine Abhängigkeit entsteht. Die Konventionen sind aufgeschrieben, die Struktur ist über alle Projekte hinweg dieselbe, und nirgends verstecken sich Features dort, wo der nächste Entwickler nicht nachschauen würde.
03 / Was ich gebaut habe
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B/01
Ein Fundament, elf Websites
Jede Website startet auf demselben Fundament: Sitemap, SEO-Felder, strukturierte Daten, Benutzerrollen, Formulare, Bildverarbeitung. Nichts davon ist sichtbar, es schränkt das Design also nie ein. Was auf jedem Projekt gleich ist, ist bereits gebaut und bereits erprobt, und das Budget fließt in das, was der Kunde am Ende sieht.
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B/02
Abschnitte und Komponenten
Eine Seite ist in Sektionen unterteilt, und jede enthält die passenden Komponenten. Die Redaktion wählt eine Komponente, füllt sie aus und baut so ihre Inhalte. Hintergrund, Abstände und Breite sind eine Handvoll Auswahlmöglichkeiten statt einer Seite voller Einstellungen. So sieht jede neue Seite aus wie das Design, ohne dass jemand CSS anfassen muss.
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B/03
Jedes Wort lässt sich ändern
Beschriftungen von Buttons, Formularmeldungen, Tabellenüberschriften, Fehlertexte und das, was ein Screenreader vorliest. Alles steht im Control Panel, in beiden Sprachen. Niemand wartet auf einen Entwickler, um einen Tippfehler zu korrigieren, und die zweite Sprache ist nie eine halb übersetzte, englische Seite.
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B/04
Barrierefreiheit ab dem ersten Commit
Tastaturbedienung, Fokuszustände, Beschriftungen, Kontraste und die Reihenfolge der Überschriften gehören zum Bauen der Seite und werden nicht erst nachgerüstet, wenn sich jemand beschwert. So kostet es nichts und später sehr viel, und es ist der Unterschied zwischen einem bestandenen Audit und einem zweiten Budget beim Kunden.
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B/05
SEO ohne Nacharbeit
Titel, Beschreibungen, Canonicals, Open Graph, Sitemap und robots.txt kommen mit und lassen sich pro Seite anpassen. Euer Kunde muss keine SEO-Agentur beauftragen, um die Grundlagen zu reparieren, weil die Grundlagen von Anfang an richtig gemacht wurden.
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B/06
Strukturierte Daten auf jeder Seite
Schema-Daten für Unternehmen, Navigationen und Seitentypen entstehen aus den Inhalten selbst. So liest eine Suchmaschine, was eine Seite ist, statt es zu raten. Genau das sorgt dafür, dass ein Treffer am Ende ordentlich dargestellt wird und nicht als nackter blauer Link.
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B/07
Geschwindigkeit ist eine Grundsatzentscheidung
Jedes Bild entsteht in genau der Größe, in der es ausgeliefert wird, und nie größer als das Original. Die Seiten werden auf dem Server gerendert und kommen als fertiges HTML aus dem Cache, statt jedes Mal aufs Neue generiert zu werden. Tempo ergibt sich daraus, wie eine Website gebaut ist, und nicht aus einem Plugin am Ende.
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B/08
Nichts, was beim Update kaputtgeht
Die Websites, die ich neu baue, laufen ganz ohne Add-ons von Dritten. Nichts zu lizenzieren, nichts, das sein Autor zwei Jahre später aufgibt, nichts, das zwischen der Website und einem Statamic-Update steht. Aktualisieren ist ein Routinevorgang und kein neues Projekt.
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B/09
Fremder Code, problemlos übernommen
Drei der elf Projekte wurden von jemand anderem gebaut und ohne Dokumentation übergeben, bereits online und bereits im Einsatz. So etwas zu übernehmen heißt: alles lesen, offensichtliche Probleme beheben und es in einem Zustand hinterlassen, in dem die Agentur auch von mir nicht abhängig ist.
04 / Was sich geändert hat
Im ersten Jahr war jedes neue Projekt eine Kopie des vorherigen. Das geht schnell und funktioniert genau so lange, bis eine Korrektur an sechs Stellen gleichzeitig gemacht werden muss.
Heute startet ein Projekt mit einer sauberen Installation, und die gemeinsamen Teile kommen bewusst dazu. Zuerst flog das alte Starter Kit raus, dann die Seiten-Blueprints mit hundert Feldern, dann die Add-ons. Jede Website ließ sich so einfacher pflegen als die davor.
05 / Mitwirkende
Konzept und Design kommen bei jedem Projekt von der Agentur, die anonym bleiben möchte. Entwicklung und Pflege von mir. Die Screenshots stammen von einer Beispielwebsite, gebaut nach meinem üblichen Vorgehen.
06 / Nächster Schritt
Design fertig, aber niemanden, der es baut?
Schickt mir das Design und den Termin, zu dem es online sein muss. Ihr bekommt einen Festpreis, einen Liefertermin und einen Kunden, der nie erfährt, dass es mich gibt.